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Heiraten als Student

Wedding on a budget #1 – Wie du die perfekte Hochzeit für wenig Geld planst

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© Dennis Glomm

Unglaublich, wie weit weg das Thema Hochzeit noch für einen selbst war… bis man die Einladungen für die eigene verschickt hat! Ich erinnere mich noch gut, wie ich vor einigen Jahren hier auf et voilà über das perfekte Hochzeitsgast-Outfit geschrieben oder Tipps für Geschenke zusammengestellt habe. Nun hatte ich letztes Jahr selbst das Vergnügen! Daher möchte ich an dieser Stelle gerne meine Erfahrungen mit euch teilen.

Zunähst möchte ich natürlich anmerken, dass jedes Paar induviduelle Vorstellungen und Budgets hat. Wir hatten relativ wenig Zeit zwischen Verlobung (Dezember 2016) und Trauung (Mai 2018) und konnten daher nicht großartig Geld zurück legen. Zudem befinden wir beide uns noch im Studium. Trotzdem wollten wir nicht einen Tag länger als notwenig auf den schönsten Tag in unserem Leben warten. Wie bei allen großen „Investitionen“ empfiehlt sich daher eine sorgfältige Planung. Nur so kann man mit dem kleinsten Budget das größte rausholen!

Für eine bessere Übersicht habe ich hier einen groben Zeitplan erstellt mit meinen persönlichen Tipps:

12 – 8 Monate vorher…

  • Setzt euch zusammen und macht eine Liste, was ihr unbedingt haben wollt und worauf ihr beide verzichten könnt. Hier könnt ihr schon grob Budgets für die einzelnen Posten festlegen. Plottwist: Es wird nicht aufgehen. :D Als Sicherheitspolster solltet ihr in etwa 10 bis 15 % zusätzlich einplanen.
  • Verschafft euch einen Überblick, wen ihr zu eurer Hochzeit einladen wollt. Wir haben es bei der Familienfeier wirklich klein gehalten, sodass die Kosten überschaubar blieben und die Stimmung sehr familiär und entspannt war.
  • Überlegt euch, welche Locations für euch in Frage kommen. Es muss nicht unbedingt ein Anwesen oder Schloss sein, oft haben Restaurants oder Cafés schöne Räumlichkeiten und je nach Jahreszeit habt ihr sogar die Möglicheit, die Außenbereiche mitzunutzen. Die TYDE Studios in Dortmund sind besonders schön und bezahlbar. Wir hatten das große Glück, bei meinen Schwiegereltern im Haus und Garten feiern zu können. Das war nur einen Katzensprung vom Standesamt entfernt und wirklich schön und gemütlich.
  • Ideen und Anregungen sammelt ihr am besten kostenlos im Internet, zum Beispiel auf Pinterest. Auf den Kauf von Magazinen und den Besuch von Hochzeitsmessen, beides recht kostenintensiv, haben wir bewusst verzichtet.
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© Dennis Glomm

8 – 6 Monate vorher…

  • Zeit für Save-the-Date-Karten! Wir haben zwar darauf verzichtet, weil wir die Einladungen bereits recht früh rausgeschickt haben. Diese Karten machen aber durchaus Sinn. Wie ihr dort sparen könnt, lest ihr etwas weiter unten bei den Einladungen.
  • Sehr spannend: Das Brautkleid und alles drum herum. Hierzu kommt später sogar noch ein eigener  umfangreicher Blogpost. Bei diesem Thema gibt es, je nach Einstellung der Braut, ein unglaublich großes Sparpotenzial.
  • Auch Musik und Unterhaltung müssen keine Unsummen kosten. Natürlich kann man das große Feuerwerk, den Magier und die Bauchtanztruppe buchen, wenn man das möchte. Wenn das Budget aber klein ist, findet sich im Feundeskreis sicherlich jemand, der gerne einspringt. Auf unserer Hochzeit hat die Band meines Schwagers ein paar wunderschöne Stücke gespielt und die Gäste waren hellauf begeistert.
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© Dennis Glomm

6 – 4 Monate vorher…

  • Nun ist es an der Zeit, die Einladungskarten zu versenden. Statt eines Grafikers haben wir unsere Drucksachen online anfertigen lassen. Das spart unglaubich viel Geld und ihr kriegt alles aus einer Hand. Am besten direkt Save-the-Date-, Einladungs-, Tisch-, Menü- und Danksagungskarten gemeinsam bestellen, sodass man direkt alles beisammen hat. Hier kann ich euch Einladungen für die Hochzeit vom Hochzeitskarten Paradies wärmstens empfehlen.
  • Der Anzug des Bräutigams ist zwar ein großer Posten, aber auch da muss man bei richtiger Planung keine Abstriche machen. Da wir im Mai geheiratet haben, haben wir den Anzug im April während der Glamour Shopping Week (findet gerade übrigens statt!) geholt. So konnte mein Mann einiges an Geld sparen. Das Gute: Der Anzug lässt sich, im Gegensatz zum Brautkleid, auch weiterhin tragen.
  • Lasst euch Angebote von Foto- und Videografen in eurer Umgebung machen. Oder kennt ihr vielleicht jemanden, der fotografiert? Wir hatten das Glück, dass unser Trauzeuge Fotograf ist und nach der Trauung schöne Hochzeitsfotos von uns machen konnte.

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© Dennis Glomm
  • Braucht man zwar nicht unbedingt, aber nice to have: Ein Hochzeitsfahrzeug. Es muss nicht zwingend ein gemieteter Wagen sein – vielleicht hat jemand im Bekanntenkreis ein schönes Auto, welches ausgeliehen werden kann? Auch hier hatten wir Glück und konnten uns ein babyblaues Cabrio von Freunden leihen.
  • Kleine Geschenke vom Brautpaar an die Gäste gehören dazu und sollen noch lange an den Hochzeitstag erinnern. Wir hatten eine super schöne, preiswerte Idee, die super bei unseren Gästen ankam. Wir bestellten kleine duftende Kerzen im Glas mit Schraubverschluss (gibts z. B. hier) und Klebeetiketten zum Selbstbedrucken (z.B. die hier), beklebten die Deckel, machten eine Schleife drum und verteilten diese auf jedem Platz.

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© Dennis Glomm

Ich hoffe, meine Anregungen haben euch gefallen und ich konnte ein paar Ideen und Tipps geben, wie man auch ohne großes Budget eine wunderschöne Hochzeit feiern kann. :)

Kommentare
Mash
// Mi. 10.04.2019
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